Dienstag, 27. April 2010

1278

Diese Zahl lese ich gerade in meiner Besucherstatistik! Die Hälfte davon war ich selbst und die andere Hälfte Leute, die ich dafür bezahle, dennoch eine stattliche Zahl. Und eintausendzweihundertachtundsiebzig an sich liegt mir besonders am Herzen, da in selbigen Jahre Meister Eckhart zum ersten Mal sein Rednertalent vor großem Publikum entfalten kann, Oberwil im Simmental erstmals urkundlich erwähnt wird und mein Idol Otto IV. "mit dem Pfeil" die Macht über Böhmen innehat.


Warum ich "immer noch auf den Spuren von Onkel Ho" bin? Das klärt sich am besten, wenn ich vom Fest berichte, das vor einigen Wochen hier stattfand. Zu Ehren von Onkel Ho und dem Tag, an dem er Cat Ba besuchte, wurde ein Volleyballturnier abgehalten, Reden geschwungen, in Tänzen Legenden erzählt, ein Besucher-Warte-Pavillon eingeweiht und dem Felsen, den Onkel Ho's weise Hand berührte und deswegen neben den leuchtenden Willkommens-Shrimp (das Blaue auf dem Foto) platziert und mit Bonsais geschmückt wurde, gehuldigt. Mit dem Fest wurde gleichzeitig die Sommer- und Urlaubszeit eingeläutet: jedes Wochenende unternimmt die Stadtbevölkerung einen Exodus, um mit Tandems oder zu Fuß die Promenade hoch- und runterzugelangen, Perlen zu kaufen, oder sich zumindest vor den Verkaufsständen zu scharen, und endlich die armen Krabben, Fische und Schnecken aus den Aquarien der "fresh seafood" Restaurants zu erlösen. Schon mittags hört man "mot, hai, ba..!", also das vietnamesische oans, zwoa, gsuffa! Noch ist es aber erträglich, bald wird es aber so voll, dass sie die vierspurige Promenadenstraße zur Fußgängerzone sperren.


Ich habe letztens ein Buch über Onkel Ho gelesen, es war gar nicht langweilig, wie ich erwartete, sondern recht interessant.


Sonnige Grüße aus dem Café,

euer Adrian

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dein Adrian